Hätte man es nicht doch wissen können…?

Gedanken zum 6. Mai 2013 ———

Normalerweise belaste ich die Besucher dieses/meines Blogs nicht mit meinen politischen Vorstellungen, erst echt nicht,. wenn es um Wende, Revolution, Irrtümer, Perestroika etc. geht. Da gibt es ja wohl so viele Meinungen wie Akteure damals: also Millionen.

BundesarchivDoch der heute beginnende “NSU-Prozess” (blödes Wort, warum muß man  die anmaßende Wortschöpfung der Terroristen übernehmen) brachte mich auf ein paar Minuten in die alte Zeit zurück, ins Leipzig der Wendejahre. Auch angeregt durch das Buch (bin noch beim Prolog) der Kollegin der Berliner Zeitung, Sabine Rennefanz: Eisenkinder – Die stille Wut der Wendegeneration (Luchterhand, 2012/13):  Anfang April die Autorin im Kulturgespräch bei SWR2
Sie beklagt m. E. zurecht, dass sich Süddeutsche Zeitung und Co. bei der Erklärung der NSU schnell in schnelle Bewertungen der DDR-Diktatur flüchten, ohne auch nur den Versuch einer Kritik der Psychologie der Wendejahre zu versuchen. Von einer Kritik der autoritären Strukturen im Westen ganz zu schweigen (natürlich).
Da hatte ich mich damals (erst in Leipzig, dann als Student an der Berner Universität) mit der Frage beschäftigt, wie ein ziviler Alltag im Osten möglich sein könnte. Der rechte Terror war ja bereits sichtbar. Die Entwertung der osteuropäischen Dissidenten in vollem Gange.  Ich habe jetzt den alten
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von 1991 herausgewühlt: Vorgänge : Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, Jg. 30, H. 3 = 111, 1991, S. 58-68,
ISSN: 0507-4150. Schon noch lesbar, der Politologenjargon war wohl damals nicht zu verhindern. Doch damit nicht genug. Im Sommer 1991 moderierte ich eine (der ersten?) Podiumsdiskussionen im Leipziger Rathaus zur Frage, wie jetzt mit dieser deutlich sichtbaren Ausländerfeindlichkeit umzugehen sei. Veranstaltet vom ersten Leipziger Ausländerbeauftragten und als Experten hatte ich gewonnen: Claus Leggewie (damals wohl noch kleiner Forscher in Bielefeld?). Doch das ist nicht das Ende der Geschichte. Beim Versuch, für die als Veranstaltungsreihe geplanten Gespräche (es wurde keine Reihe) die Friedrich-Ebert-Stiftung zu gewinnnen, erntete ich nur (freundlich ausgedrückt) Achselzucken. Die FES hatte damals gerade ein schickes Büro in Innenstadtlage am Dittrichring bezogen. Ich forsche nicht danach, wer damals der Büroleiter war, der diese schwere “Aufbau”-arbeit im Osten übernommen hatte. Der seine Überraschung nur schwer verbergen konnte, wohl dachte, will dieses Ossiwürmchen uns hier aufdrängen, welche Themen wir hier betreiben sollen. Letzter Satz ist natürlich reine Spekulation ;-)
Und so gingen die Jahre dahin…Und jetzt sind wir wieder bei den dünnen Erklärungen, die Terroristin wäre ein Omakind gewesen, alle hätte ihre Kindheit in Kindergärten verbracht usw.
Ich kann nur den Text von Sabine Rennefanz empfehlen, wer sich intellektuell nicht wieder aufs Jahr 1991 zurücksetzen lassen will. Wir werden aber wohl beim NSU-Prozess Berichte und Kommentare von Journalisten – Kollegen erhalten, die diese “Wende” – Zeit nicht erlebt haben.
Jetzt ist es aber genug. Ab sofort hier nur noch normale Fernseh – und Radiohinweise aus der täglichen Arbeit.

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Path of the Typhoon (English/international version, 53 min)

Documentary (arte, 2008) on the prediction and science of tropical storms (Typhoons) in the Pacific region. HD Filming, mostly by Axel Decker (Hamburg/Germany), has been done in fall 2006 and summer 2007 in Japan, Guam, Hongkong, Taiwan and Germany. Here the international version 53 min in SD quality

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Weitere Filme zu Fragen der “Energiewende”

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Die letzten Monate waren eher von tagesaktuellen Magazinproduktionen geprägt (Kamera zumeist Markus Belde/Zinnober film Aachen und mit SWR Kollegen).
Alle Filme für den SWR/odysso und 3sat/nano.
So etwa zur Frage der Liberalisierung der Wasserversorgung in Europa: Video hier
Zu den technischen Herausforderungen der tiefen Geothermie: Video hier
oder zur Versorgungssicherheit energieintensiver Unternehmen in der Südeifel (Rheinland-Pfalz): Video hier

Und diese Woche ein Stück zur Frage des Lärms durch neue Wärmepumpen im sonst eher ruhigen Wohnumfeld an einem Beispiel in Baden-Württemberg: Video hier

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“Alles zu seiner Zeit” Gorbatschow in Leipzig

Am Freitag konnte ich am Rande der Leipziger Buchmesse Michael Gorbatschow sehen und sprechen hören, der in einem Podiumsgespäch mit H. – D. Genscher und in Leipzig moderiert von Theo Sommer (ZEIT) – wie zuvor in Berlin und Köln – seine Lebenserinnerungen vorstellte.

mdr Gorbatschow 2
Mit – wie ich meine – vielen persönlichen Sätzen zur grausamen Geschichte von Deutschen und Russen, zu seiner Rolle beim Untergang der Sowjetunion und der der Völker bei Umbrüchen in der Geschichte.
mdr- aktuell und mdr-figaro haben darüber berichtet.
Hier ein kleiner Ausschnitt aus meiner Aufzeichnung. (ca. 4 min, auf mp3 komprimiert, Übersetzung mitaufgezeichnet) zur Frage, warum die sowjetischen Truppen 1989 in den Kasernen in der DDR blieben:


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2013

2013 Wuensche

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“Reis für die Zukunft” SWR 7. November 2012

jetzt gesendet und online: “Philippinen: Reis für die Zukunft”. Dreharbeiten waren mit Joa Czogalla im Janaur 2012 auf den Philippinen. Drehbericht weiter unten

video hier (dort auch ausführlicher Hintergrund)

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SWR2: Metamorphosen eines Kämpfers Begegnungen mit Andrej Sacharow (29. Oktober 2012)

hier geht es zu meinem Radiofeature (ca. 27 Min, 25 MB, mp3) und zur ergänzenden Seite (auf swr.de) mit Bildern und einer pdf des ungekürzten Manuskriptes. Dank allen, die mitgeholfen haben!

 

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