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Atomwaffen: Neue Gefahr oder endlich Abrüstung

Veranstaltung (Vortrag/Diskussion) am 6. 4. 2017, 19:00 Uhr im Aachener Frankenberger Viertel. Hier bei Facebook zur Ankündigung
Siehe auch meine Berichtstattung zum Themenfeld bei SWR/odysso (Taktische Atomwaffen) und SWR2 (Strategische/Nukleare Situation in Ostasien). Im Herbst voraussichtlich für SWR/odysso zu Nuklearwaffen in Europa im Schatten von Trump.

 

 

 

Macht der Raketen – Kriegsgefahr in Ostasien (SWR2, 23. Januar 2017)

Raketen gegen Raketen. Das üben sie Ende Januar drei Tage lang: die Aegis Kampfschiffe der US Navy, Südkoreas und Japans. Wie können sie sicher eine Interkontinentalrakete des nordkoreanischen Regimes kurz nach dem Start zerstören?  kim-icbms-klein
Dabei ist die Zusammenarbeit von Südkorea und Japan keine Selbstverständlichkeit. auch nicht mehr als 70 Jahre nach dem Krieg.  Selbst die Pläne Chinas, die Dominanz in Ostasien zu erlangen, lassen dort oftmals gerade an eine militärische Zusammenarbeit nicht denken.
Hier die Auflistung der aktuellen Rüstungsausgaben in Ostasien auf der Seite von Prof. Reinhard Zöllner/Uni Bonn (einem unserer Gesprächspartner für dieses Projekt).
Zu tief sind die Gräben der Vergangenheit. Und die aussenpolitische Rolle des unerfahrenen Präsidenten Trump im pazifischen Raum ist weiter unklar.

All das in einer aktuellen Radio-Dokumentation auf SWR2 am Montag dieser Woche. Audio — hier auch das Manuskript der Sendung

Die Dokumentation folgt meinen Arbeiten zur militärischen Sicherheitslage in Südkorea. Audio (2013)

Dank allen Beteiligten!

 

Darknet: Rettung für Andersdenkende (инакомыслящие) in Russland, odysso ARD/SWR — 1. Dezember 2016, 22:00 Uhr

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Heute (1. 12. 2016, 22 :00 Uhr) in odysso: Mein Stück zur Nutzung von Darknet – Software und Tor-Netzwerk im heutigen Russland.
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Hier auf der odysso – Sendungsseite und auf der ARD mediathek als Video

Danke ans Team beim Dreh des Experten Jens Kubieziel (Jena) in Leipzig und in Jena Ende Oktober.  Und Dank an den Buchautor Андрей Солдатов / Andrej Soldatow (Moskau) und Dank an Udo Lielischkies und Oksana Orlowa vom ARD Studio Moskau für die freundliche und unkomplizierte Zusammenarbeit.

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SDI, Reagan, Gorbatschow, Reykjavik und die Stasi (SWR2 Wissen, 7. November 2016)

Seit 2001 beschäftigt mich (immer wieder) die Frage, welche Rolle Hochtechnologien am Ende des Kalten Krieges spielten.  Nach und nach lichtete sich der Wald, hin zu einem 28min Radiofeature, das diese Woche auf SWR2 erstgesendet wurde (dort audio und das ausführliche Manuskript). Dank an alle Beteiligten.

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Worum geht es? Der 12. Oktober vor 30 Jahren. Gorbatschow und Reagan kurz vor der Abreise. Der Gipfel im isländischen Reykjavik scheint gescheitert. So viele Hoffnungen enttäuscht. Und dann der Durchbruch: atomare Abrüstung wird (doch) möglich. Reagans SDI – Progamm wird davon nicht berührt. Gorbatschow hatte vergeblich dessen Ende gefordert.
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Nach Reykjavik hatte Gorbatschow Rückendeckung für eine Kritik auch des Stalinismus in der Sowjetunion, soweit es ihm möglich war. Wochen später kann Andrej Sacharow sein Exil verlassen, nach Moskau zurückkehren. Die Abrüstungsvereinbarungen nach Reykjavik (ein Jahr später der INF Vertrag) waren so auch ein Meilenstein für die Befreiung ganz Osteuropas von politischer Unterdrückung und Unfreiheit 1989.
In einem Video vom Juni 2016 erinnert sich Michail Gorbatschow an die Zeit vor 30 Jahren (mit englischen Untertiteln)

Mehr dazu am 7. November 2016 auf SWR2, 8:30 Uhr (danach als mp3 in der ARD Mediathek)

SWR2 Wissen
SDI – ein Abwehrsystem im Kalten Krieg
Von Michael Hänel
SDI, die 1983 von Ronald Reagan verkündete „Strategische Verteidigungsinitiative“, war in der alten Bundesrepublik ein Sinnbild aggressiver Militärdoktrin der USA. Und ein Beispiel für eine weltfremde technologische Zielrichtung. Einen Verteidigungsschirm gegen anfliegende Atomraketen zu bauen, schien damals technologisch unmöglich. Technologisch aufholen ohne zu forschen: Das war das Ziel von KGB und Stasi. Die machten Jagd auf das Know-how, denn SDI war eines der größten Forschungsprojekte des Kalten Krieges. Währenddessen hatten europäische Linksterroristen führende
Wissenschaftler, die an SDI beteiligt waren, zu terroristischen Zielen erkoren, mit zahlreichen Anschlägen und Morden. 30 Jahre später nutzen westliche Armeen Technologien, die damals im Zuge von SDI entwickelt wurden.

Neue Atomwaffen (SWR, odysso, 29. 9. 2016)

Atomwaffen? Gibt’s die noch? Versuchte man das Thema im Blätterwald in den letzten Monaten zu erlauschen,  tönten fast nur „meinungsstarke“ Artikel aus junge welt, freitag, RT, sputnik oder aus recherchefreien Artikeln der Querfrontpresse (die ich nicht verlinke). Erst das Duell von Clinton und Trump sorgte auch in deutschen Qualitätsmedien wieder für Aufmerksamkeit beim Thema Atomwaffen. Die offenbar vollständige Unkenntnis in Sachen Atomwaffen „beim lieben Donald“ konnte Hillary Clinton genüßlich ausnutzen. Dabei scheint bei Friedensbewegten der Gegner nach wie vor klar ausgemacht: Atomwaffen aus Amerika. Erst recht, wenn die in der Eifel, in Deutschland stationiert sind.  Kaum ein kritisches Wort war zu hören, als der EKD Chef Bedford-Strohm bei seiner Reise nach Hiroshima 2015 die Beseitigung aller Atomwaffen forderte. Eine Forderung, die – auf den ersten Blick – zum Schutz des Lebens auf dem Planeten Erde vernünftig erscheint. Nur: von Hiroshima sind es etwa 700km bis nach Nordkorea,  wenige Minuten Flugzeit für eine Rakete von Kims Gnaden. Wie wir erfahren haben, können Kims Soldaten wohl Raketen mit Atomwaffen bestücken,  jetzt schon oder doch spätestens 2020. Nach meinen Recherchen halten nur die nuklear bewaffneten amerikanischen Streitkräfte, stationiert in Japan und Korea, den Frieden in dieser Region am Leben: gegen China und seinen Verbündeten Nordkorea. Und in Europa, im Umgang mit Russland, ist die Situation noch komplizierter. Ein Grund, einmal genauer hinzusehen.  Am Donnerstag (29. 9. 2016; SWR 22:00 Uhr) mein aktuelles Stück zum Thema taktische Nuklearwaffen in Europa: hier auf youtube. Ausführlich mit zusätzlichen Interview – Videos mit Klaus Naumann und Götz Neuneck auf odysso.de:

Am 12. Oktober 2016 auch in der 3sat Sendung „nano

Die DDR und Nordkorea (aktueller Einwurf)

Aktuell dazu ist gerade erschienen mein Einwurf „Der Koreakrieg und der rote Fuchs“ – über die Geschichtspropaganda der DDR in Sachen Nordkorea und wie heute offenbar bei (einigen) Linken an diesen Wahrheiten nicht gerüttelt werden soll –  im Korea Forum 2015 (erschienen April 2016): hier der Text als pdf (alle Rechte beim Korea Forum).

Thinking about Left and Right in Korea … Andrei Lankov interview

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Andrei Lankov

Die Kookmin University liegt am Nordrand von Seoul. Bis zur nordkoreanischen Grenze sind es von hier kaum 30 Kilometer.

Hier lehrt Andrei Lankov, gebürtiger Russe aus Leningrad (St. Petersburg), Jg. 1963, regelmäßiger Kolumnist der „Korea Times“ und Buchautor.

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Lankov ist – wie kaum ein anderer Experte – ein unabhängiger Kenner, auch umstrittener Beobachter der gespaltenen Gesellschaft Südkoreas: in Progressive (Linke) und Konservative (Rechte), die sich seit Jahrzehnten unbarmherzig bekämpfen.
Siehe: seinen aktueller Artikel
Imagining N. Korea’s secret police post-unification (9. November 2015)
und zu den Gefahren hinter dem aktuellen Atomtest

Andrei Lankov traf ich am 24. Oktober 2014 in seinem Büro an der Kookmin University.
Hier: Ein Auszug aus dem Interview als mp3

 

Siehe auch meinen Beitrag zu diesem Themenfeld am Beispiel des Umganges mit der Sewol (Schiffsuntergang) – Katastrophe:
Raus aus den Schützengräben. Die südkoreanische Gesellschaft im Wandel (Oktober 2014)